Donnerstag, 7. Juni 2012

Twitter - in eigener Sache

Twitter ist eine kleine Welt für sich, mit allem, was dazu gehört: Intrigen, Freundschaft, Unterstützern, Befürwortern, Neidern, Überfliegern, Möchtegerne... Keine Ahnung, in welche Kategorie ich gehöre. Das ist eh die subjektive Entscheidung eines jeden Users. Jeder nutzt Twitter aus anderen Gründen, ein Urteil darüber abzugeben steht wohl niemandem zu.


Vor einiger Zeit bin ich mal wieder meine Followings durchgegangen und habe die Tweets gelesen, die diese so schrieben. Bei manchen freute ich mich, sie "wiederentdeckt" zu haben, andere waren inhaltlich uninteressant. Ich folge nun mal, um mich zu informieren oder zu amüsieren. Bei einigen auch aus Interesse an der Person, anderen wiederum aus Interesse an ihrem jeweiligem Fachgebiet. Oft kommt es auch vor, dass ich Leuten folge, die in meiner TL öfter positiv auffallen, durch Retweets zum Beispiel. Einige Leute entfolge ich, wenn ich merke, dass sie mir nicht das geben, was ich von Twitter "erwarte" - und das entspricht meiner eigenen subjektiven Meinung. Bei meiner letzten "Entfolgungswelle" kam es zu der hier folgenden Reaktion (Ich habe zum besseren Verständnis die einzelnen Tweets zusammengefasst):
Pitschi Popo @Rotbarschbube
Ich hab Twitter bald satt. Werter Herr, @worCOhOLic …: Sie wundern sich, dass sie zurückentfolgt werden? Möglicherweise liegt es an ihrer Einstellung. Sie bezeichnen "Zurückentfolger" als "langweiligen Scheiß". Hat hier jemand seine Fähigkeit, "gute Tweets" zu schreiben, überschätzt? Sie, werter Herr @worCOhOLic , haben nur so viele Folger, weil sie ein "Anhängsel" @GoettinHH 's sind. Wir alle wissen das, @worCOhOLic . Btw., ich sieze nur Menschen, die ich nicht respektiere Gewinnen sie Respekt zurück, indem sie sich für diese Kindergartenaussage entschuldigen, werter @worCOhOLic …MfG: Langweiliger Scheiß-Barschi.
Im ersten Moment war ich etwas irritiert und habe ernsthaft darüber nachgedacht, was mir das sagen soll. Ich habe nie geäußert, dass ich mich über das "zurück entfolgen" wundere. Ich finde es nur interessant, dass mir Leute folgen, um gefolgt zu werden. Wer also zurück entfolgt, folgte mir nicht aufgrund meiner Tweets, sondern entweder aus verletztem Stolz, weil er sich vorher nicht getraut hat oder auch, weil er nicht entfolgt werden wollte.
Was den Punkt "langweiliger Scheiß" angeht, so ist es zwar richtig, dass ich einen Tweet mit dem Inhalt schrieb, dieser aber aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Ich erwähnte lediglich, dass ich entfolge, wenn jemand nur - meiner Meinung nach - langweiligen Scheiß schreibt. Auch dies ist eine subjektive Wahrnehmung.
Ob meine Tweets gut oder schlecht sind... Keine Ahnung. Es gibt Leute, die mir folgen, weil ich schreibe wie ich schreibe. Es gibt bestimmt auch Leute, die mir folgen, weil ich Ihnen folge. Über das "Warum" mache ich mir wenig Gedanken. Ich freue mich, wenn es zu Interaktionen mit anderen Usern kommt, denn das zeigt mir, dass ich gelesen werde und es tatsächlich Menschen gibt, die sich mit meinen Ergüssen auseinander setzen (Danke dafür, ihr habt meinen vollen Respekt).
Dann gibt es Leute, die mir folgen, weil ich in einer Beziehung mit jemandem bin. Äh... Okay. Macht mich etwas sprachlos, aber gut. War für mich noch nie ein Grund und kann ich so auch nicht nachvollziehen. Würde mich aber über entsprechende Kommentare hier freuen. Ich liebe Einblicke in die menschliche Denke.
Mir Respekt abverlangen wollen ist ein Punkt, der sehr weit zu weit geht. Respekt von mir kann man sich verdienen. Oder auch verlieren. Mit Sicherheit aber nicht erzwingen. Und warum sollte ich mich für meine Aussage entschuldigen? Irgendwie fand ich das witzig, dass mir indirekt Recht gegeben wurde bei dem, was ich schrieb.

Ich bitte all diejenigen, denen ich folge, die ich entfolgt habe oder werde und die, die mir folgen, mich entfolgen werden oder haben, um Entschuldigung. Ich entschuldige mich dafür, dass ich bin wie ich bin. Ich entschuldige mich dafür, dass mich nicht jeder Mensch interessiert und ich nicht jeden Tweet lese. Ich entschuldige mich dafür, dass das arrogant klingen mag - aber ganz ehrlich: Jeder sollte Twitter so nutzen, wie es ihm passt. Frei von Zwängen und Verpflichtungen.

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