Gleich einleitend fällt der Satz
„Leute wissen, was sie denken, wenn sie sehen, was sie sagenLaut meiner Gesprächspartnerin meinte er damit folgendes:
(people know what they think when they see what they say)“
Weick meint damit: die Bewusstwerdung des vorher Internalisierten ist eine Vorbedingung für die Externalisierung von Sinn.Danke an dieser Stelle an Monika M., welche den plakativen Ansatz wohl zu einfach fand... ;)
Um die Aktivitäten also im Denken zu verankern, nimmt Weick einen aktivitätsorientierten Blickwinkel ein, bevorzugt beispielsweise managen (Verb) vor Management (Nomen) und organisieren (Verb) vor Organisation (Nomen).
Nahebringen wollte ich aber vor allem die folgenden 10 Sätze an Manager (so, wie sie bei Wikipedia zu finden sind):
- Verfallen Sie angesichts von Unordnung nicht in Panik – es ist besser etwas Unordnung zuzulassen und die Information aufzunehmen anstatt sie herauszufiltern und zu übersehen.
- Nichts kann jemals vollständig erledigt werden – Alles was Sie tun hat Auswirkungen jenseits der beabsichtigten, auch indirekte und langsame Wirkungen.
- Chaotische Aktivität ist besser als ordentliche Inaktivität – Sinnerzeugung entsteht aus der Aktivität, keine Aktivität erzeugt somit auch nicht viel Sinn.
- Die wichtigste Entscheidung ist oft die unscheinbarste – Entscheidung darüber, was erhaltenswert in Ordnern, Dateien oder sonstwo vorgehalten wird sind die Grundlage für zukünftige Aktivitäten. Solche Entscheidungen erscheinen unwichtig, aber sie erhalten eine Vergangenheit, aus der wir die Gegenwart und die Zukunft konstruieren.
- Es gibt keine Lösung – Es gibt keine einfachen Antworten, kaum etwas ist richtig oder falsch. Lernen Sie zu improvisieren, und erhalten Sie ein tolerables Niveau an Vernunft.
- Vermeiden Sie Nutzen-Denken – Gute Anpassung im Heute reduziert die Optionen für die Zukunft. Die starke Konzentration auf Nutzen im Jetzt kann den zukünftigen Nutzen völlig unmöglich machen. Es ist besser, eine gewisse Unordnung im System zu behalten und so Optionen für die Zukunft zu haben.
- Die Landkarte ist das Land – Wenn Manager die Vergangenheit analysieren, erzeugen sie eine Erfahrungs-Landkarte. Projiziert man diese Landkarte auf die Zukunft, egal wie stark die Landkarte die Wahrheit auch vereinfacht, dann ist sie eine Richtschnur, die mehrfach durchdacht wurde, und wird damit zum besten verfügbaren Wegweiser.
- Planen Sie das Organigramm neu – Lassen Sie sich nicht von der konventionellen Darstellung der Organisation einfangen. Formulieren Sie neu, schreiben sie um, und ersetzen beispielsweise die Titel mit der Wirkung, die die Personen auf Sie haben.
- Visualisieren Sie ihre Organisation als evolutionäres System – Betrachten Sie was sich entwickelt, was sie tun können und was getan werden könnte. Betrachten Sie auch, was nicht getan werden kann und was Sie nicht können.
- Machen Sie sich selbst kompliziert – Überlegen Sie unterschiedliche Ursachen, alternative Lösungen, neue Situationen, kompliziertere Lösungen und genießen sie es!
Wen das Thema noch weiter interessiert, hier noch schnell ein Link:
Und mit diesen Worten danke ich (allerdings nicht ab) und wünsche ein schönes Wochenende.
- Transfering, Translating and Transforming: An Integrative Framework for Managing Knowledge across Boundaries, Paul R. Carlile, 2002
Und mit diesen Worten danke ich (allerdings nicht ab) und wünsche ein schönes Wochenende.
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